Zu viel, um es tütenweise nach Hause und dann auch noch in den vierten Stock zu tragen.
Seniorentrolley sollen das Besorgen per pedes im wahrsten Sinne des Wortes leichter machen.
Längst sind sie in Design und Derivat nicht mehr nur etwas für Damen ab 75 Jahren.
Doch je nach Einsatzintensität sollten beim Anschaffung eines solchen Tragehelfers gewisse Punkte beachtet werden.
Das Doppelrennen
Ratgeberbuch Technik schickt verschiedene Modelle der so genannten Hackenporsche auf eine Stadtrallye – mit Ausstrecken, die Senioreneinkaufstrolley auf Einkaufstrolley in gleichen Abständen überleben müssen.
Im 24 Stunden Langzeittest: Einkaufstrolley Upptäcka von Ikea
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Bei unserem Hackenporsche-Cup geht es für fünf PKW quer durch Hamburg – über drei Etappen: sandiges Terrain mit Kieselsteinen und nassem Laub, Buckelpiste auf Kopfsteinpflaster und die Bergetappe treppauf treppab.
Dabei bewerten fünf Testfahrerinnen Fahrverhalten und Gerätschaft der Trolleys.
Synchron müssen die Seniorenroller für die Konstrukteurswertung im Labor eine 24-Stunden-Weg mit Schwellen durchlaufen.
Dazu werden sie auf einen Teststand geschnallt und mit dem vom Hersteller empfohlenen Maximalballast beladen.
Der Korb von Andersen soll 60 Kilo abschleppen können, der Punta thermo 50kg und die drei anderen Modelle jedes Mal 40kg.
Alle fünf werden damit jeweils 24 Stunden lang auf ein Schwellenband kunstvoll – bei 3km/h; der durchschnittlichen Tempo von Spaziergängern.
Hansecontrol-Chef Martin Büscher angesichts eine allerdings zumutbare Herausforderung.
In der Belastungsintensität entspreche sie in etwa ein bis zwei Jahren Alltagsnutzung, so der Rennleiter.
Wer hier mangelndes Durchhaltevermögen beweist, fliegt auch bei der Stadtrallye raus.
Die Rennteilnehmer im Einzelnen
Einkaufstrolley der Firma Andersen
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Fünf Einkaufswagen werden ins Wettrennen kunstvoll:
- für 128,50 Euro die “Oldtimer Großraumlimousine” aus Korb von Andersen,
- zum Startgeld von 80 Euro das klassische Modell von Packeasy,
- nochmals von Andersen für 78,50 Euro der Treppensteiger Scala – der “Geländewagen”,
- für heiße Tage der Kühltrolley Punta thermo für 55 Euro
- und schließlich von Ikea der “Sportwagen” Upptäcka in dieser Aufstellung für günstige 21 Euro.
Drei weitere Trolleymodelle haben die Qualifikationsrunde im Vorfeld des Doppelrennens nicht geschafft:
- Der Hotpack hat keinen festen Boden.
Dadurch schleift der Stoff ständig am Rad – besonders, wenn die Tasche gefüllt ist.
Das bremst den Kalesche aus, macht das Ziehen anstrengend und lässt den Trolley rasch verschleißen.
- Der Falttrolley von Reisenthel ist für gelegentliche Einsätze gedacht.
Er lässt sich recht schnell und einfach auseinanderfalten.
Allerdings besitzt er keinen festen Haltegriff, sondern nur Trageschlaufen, die beim Qualifikationslauf im Teststand nach kurzer Zeit durchtrieben sind.
- Der Reisenthel Korbshopper kann wahlweise mit einem Schultergurt aus zweiter Hand oder mit einer ausfahrbaren Teleskopstange gezogen werden.
Letztere ist jedoch recht kurz, macht das Ziehen also eher unbequem, und ist bei der Qualifikationsrunde abgebrochen.
Das Rennen – die erste Etappe
Andersen-Einkaufstrolley im Test auf feuchtem Laubboden
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Sand, Kies und nasses Laub machen die erste Etappe zur Herausforderung für die Bereifung.
Wenn sich die natürlichen Wegelagerer auf Parkwegen in den Rädern verhaken, blockieren diese.
Bei rollenden Koffern ein bekanntes Problem.
Alle fünf Testtrolleys aber sind offenbar mit ausreichend großen Rädern ausgestattet.
Zudem reicht der Abstand zwischen Rad und Tasche des Wagens aus, damit keine nassen Blätter dazwischen hängen bleiben.
Nicht einmal, denn die Testfahrerinnen die eigentliche Reiseroute verlassen und quer durch den Wald laufen, bleiben ihre Trolleys in voller Fahrt.
Auch im Labor, wo die Rennleitung das Durchhaltevermögen auf die Langzeitprobe stellt, läuft was auch immer rund.
Und so bestehen alle Fünf die erste Etappe.
Das Rennen – die zweite Etappe
Kühltrolley von Punta im Test auf Kopfsteinpflaster
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Die Buckelpiste führt die fünf Fahrerinnen mit den Trolleys über Kopfsteinpflaster.
Hierbei zeigt sich sofort: Je größer die Räder, wie etwa beim Korbwagen von Andersen, umso ruhiger läuft der Hänger.
Dann werden einerseits die Lebensmittel in der Tasche weniger durchgeschüttelt; andererseits rüttelt der Henkel auch nicht so unangenehm am ziehenden Arm.
Die Größe der Räder wirkt sich auch beim Dauerlauf im Laboratorium aus.
Je größer der Umfang des Rades, desto geringer der Verbrauch.
Nach nur wenigen Stunden weisen die Gummireifen beim Punta thermo deutliche Fahrspuren auf.
Denn windet sich der Gummireifen von der Felge.
Und dann bricht auch noch die Radaufhängung.
Damit ist der vergleichsweise kleine Pkw mit Kühltasche disqualifiziert und scheidet aus – dem Rennleiter Martin Büscher hinsichtlich quasi in der Startgeraden und viel zu früh.
Das Wettlauf – die dritte Etappe
Kein Treppenspezialist: Einkaufstrolley von Scala im Test
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Damit ankommen nur vier Trolleys die Bergetappe – das Treppensteigen.
Den Weg von der Supermarktkasse zur Haustür mildern die fahrbaren Einkaufstaschen offenbar.
Doch wie es von der Haustür zum Kühlschrank im dritten Stock aussieht, wollen die Testfahrerinnen nun erfahren.
Sie vermuten einen Vorsprung für den Treppensteiger Scala von Andersen.
Er hat an beiden Seiten jeweils drei Räder, die in einem Dreieck formiert sind und so das Erklimmen der Stufen mühelos machen sollen.
Diese Erwartungen kann er jedoch nicht halten; nicht zuletzt auch, weil er wegen seines hohen Eigengewichts sogar leer Mühe macht.
Schwer ist auch der Korbwagen von Andersen.
Doch seine großen Räder gestatten sich vergleichsweise leicht hinaufziehen, während der leichte Packeasy die Bodenhaftung rasch verliert und aus zweiter Hand werden muss.
Dies erleichtert wirklich sein aus- und einfahrbarer Teleskopgriff.
Beim Andersen Treppensteiger Scala kann der Lenker hinten gelöst und umgeklappt werden – leider oft jedoch zu Lasten der Fingernägel.
Alle anderen Modelle besitzen ausschließlich feste Griffe.
Beim Ikeatrolley aber (und auch Punta) gibt es zwei Griffe auf unterschiedlicher Höhe.
Das macht ihn nutzbar bei unterschiedlicher Körpergröße und hurtig tragbar beim Höher steigen über Treppen oder auch beim Anmelden in einen Bus.
Der Vorsprung des Packeasy-Modells durch seinen Teleskopgriff wird rapide eingeholt: Die Rennleitung meldet aus dem Laboratorium Totalschaden.
Noch weit vor Beseitigen der 24 Stunden auf der Holperstrecke bricht der Haltegriff und eine Teleskopstange reißt aus der Fassung.
Rolltreppen ergeben für manche Seniorentrolley eine unerwartete Herausforderung dar.
Ausgerechnet aus dem Treppensteiger wird ein Treppenstürzer.
Durch die vielen Räder ist er so breit, dass er festgehalten werden muss, damit er nicht von der Rolltreppenstufe kippt.
Und dann auch noch ein Funkspruch von der Rennleitung an den Streckenposten: Im Labordauerlauf hat der Andersen Treppensteiger Scala Achsbruch erlitten.
Die Schweißnähte sind tückisch.
Damit ist der Sechsradantrieb ohne sechs Räder.
Ausgerechnet der teuerste und der günstigste Einkaufsroller laufen gemeinsam durchs Ziel.
Beide gebacken kriegen alle drei Etappen und auch voll beladen das 24-Stunden-Rennen auf dem Prüfstand.
Ein Unentschieden also bei der Konstrukteurswertung.
Bei der Testfahrerinnenwertung aber platzieren sich Unterschiede heraus.
Alle sind den gesamten Tag lang durch Regen gefahren.
Aber blieb ihr Innenleben in der Regel trocken.
Selbst der Korbwagen schützt seinen Inhalt satt stellend vor den nassen Getränk.
Dennoch gefällt er den Testerinnen optisch und lässt sich seiner Fahrerin ob gefällig reisen.
Im Unterschied dazu sei er für den Einkaufsalltag unpraktisch: schwer, tumultuarisch und sehr tief – das heißt beim Be- und Freisprechen sind lange Arme oder ein biegsamer Rücken gefragt.
Noch dazu ist er innen nicht gefüttert.
Dann lassen sich leichte Verletzungen der Fell nicht immer umschiffen.
Infolgedessen erhält der Ikeawagen namens Upptäcka einen Zusatzpunkt von den Testfahrerinnen und steht damit an Platz Eins.
Der Günstigste im Wettrennen ist Gewinner.

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